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RELIQUIAR DES SELIGEN LEONHARD VON PORTO MAURIZIO

RELIQUIAR DES SELIGEN LEONHARD VON PORTO MAURIZIO

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ref: #RK00-952

Seltenes ovales Reliquiar aus dem 18. Jahrhundert aus Messing mit Glasfront, das eine textile Reliquie enthält, die durch eine handschriftliche Inschrift als Reliquie des Leonhard von Porto Maurizio identifiziert wird.

Dieses Reliquiar besitzt eine ovale Messingfassung mit doppelter Profilierung, gekrönt von seiner originalen Aufhängeöse. Die verglaste Vorderseite schützt eine alte Andachtskomposition, typisch für Reliquiare des 18. Jahrhunderts.

Der Hintergrund ist mit einem strahlenförmigen Dekor aus goldenen Motiven auf tiefrotem Stoff verziert, das die himmlische Herrlichkeit und die Heiligkeit symbolisiert. In der Mitte befindet sich ein braunes Textilfragment, sorgfältig in seiner ursprünglichen Fassung angeordnet.

Die am unteren Rand der Komposition sichtbare handschriftliche Inschrift lautet:

„B. Leonardi a Port.“
→ Beati Leonardi a Porto Mauritio
Übersetzung: Seliger Leonhard von Porto Maurizio

Diese Erwähnung bezieht sich auf Leonardo da Porto Maurizio, den berühmten italienischen franziskanischen Missionar des 18. Jahrhunderts, großen Volksprediger und eifrigen Förderer des Kreuzwegs.

Guter gebrauchter Zustand mit originalem Glas.
Nicht geöffnet.
Kirchliches Siegel und Seidenfäden vorhanden.

ZEIT: 18. Jahrhundert
GRÖSSE: 3 cm × 2,5 cm
SIZE: 1.2" × 1"

Leonardo da Porto Maurizio, hier in der Form „B. Leonardi a Port.“ erwähnt — Abkürzung für Beati Leonardi a Porto Mauritio — bezeichnet den seligen Leonhard von Porto Maurizio vor seiner offiziellen Heiligsprechung. Der 1676 in Ligurien geborene reformierte Franziskaner war einer der berühmtesten italienischen Missionsprediger des 18. Jahrhunderts. Über viele Jahre hinweg bereiste er Italien, um den katholischen Glauben durch volkstümliche Predigten über die Passion Christi und die Buße neu zu beleben. Er spielte eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Kreuzwegs, den er in einer großen Zahl von Kirchen und Heiligtümern errichten ließ. Sein bekanntestes Werk bleibt die Einrichtung des Kreuzwegs im Kolosseum in Rom, die von Papst Benedikt XIV. genehmigt wurde. Kurz nach seinem Tod wurde er aufgrund seines Rufes der Heiligkeit seliggesprochen und schließlich 1867 von Papst Pius IX. heiliggesprochen. Reliquien mit der Bezeichnung „B.“ sind besonders interessant, da sie von einer Herstellung vor seiner offiziellen Kanonisation zeugen.

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