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RELIQUIAR DER HEILIGEN KLARA VON ASSISI

RELIQUIAR DER HEILIGEN KLARA VON ASSISI

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ref: #RK00-903

Seltenes Reliquiar aus dem 18. Jahrhundert aus versilberter Bronze mit Glasfront, das eine Reliquie der Heiligen Klara von Assisi enthält.

Dieses kleine ovale Reliquiar besitzt eine Fassung aus versilberter Bronze, die heute von einer matten grauen Patina überzogen ist, welche von seinem Alter und seiner andächtigen Nutzung zeugt. Die leicht gewölbte, vom Lauf der Zeit gezeichnete Glasfront schützt eine innere Komposition von starker symbolischer Bedeutung. Der Hintergrund besteht aus einem dunkelroten Textil, einer liturgischen Farbe, die mit göttlicher Liebe und Opfer verbunden ist.

Im Zentrum präsentiert sich die Reliquie in Form eines unregelmäßigen dunklen Fragments, eingefasst in eine mystische Blume aus goldenen und durchscheinenden Blütenblättern, die rosettenförmig angeordnet sind. Diese florale Fassung, die in weiblichen klösterlichen Reliquiaren häufig vorkommt, verweist auf Reinheit, geweihte Jungfräulichkeit und geistliche Blüte.

Die Reliquie wird durch ein umlaufendes handschriftliches Etikett identifiziert:

„Ex Hab. S. Clarae Ass.“
Ex Habitu Sanctae Clarae Assisiensis

Übersetzung: Vom Gewand der Heiligen Klara von Assisi

Es handelt sich somit um eine textile Berührungsreliquie, die vom Ordensgewand der Heiligen Klara stammt, der Gründerin des Ordens der Klarissen und einer der bedeutendsten Gestalten der franziskanischen Frauenspiritualität.

Guter altersgemäßer Zustand mit originalem Glas.
Ungeöffnet.
Kirchliches Siegel und Seidenfäden vorhanden.

EPOCHE : 18. Jahrhundert
ABMESSUNGEN :
2,3 cm × 2 cm
GRÖSSE :
0,9" × 0,8"

Durch dieses Fragment des Gewandes der Heiligen Klara wird der Gläubige eingeladen, sich einer der leuchtendsten Gestalten der evangelischen Armut zu nähern. Als geistliche Gefährtin des heiligen Franz von Assisi verkörpert Klara die völlige Hingabe an Christus, das klösterliche Leben in Klausur, das stille Gebet und die Radikalität der franziskanischen Armut in ihrer weiblichen Ausprägung.

Doch über die geistliche Bedeutung hinaus besitzt eine Kleidungsreliquie einer Klarissin aus dem 18. Jahrhundert ein echtes historisches Interesse. Textile Reliquien aus Ordensgewändern sind stets seltener als Knochenreliquien, da das Material zerbrechlich ist und natürlichem Verschleiß unterliegt. Wenn sie erhalten bleiben, stammen sie in der Regel von liturgisch oder symbolisch bedeutsamen Gewändern: Professkleidern, klösterlichen Mänteln oder Stoffen, die mit dem monastischen Leben der Heiligen verbunden sind.

Das hier präsentierte Fragment gehört zu dieser Kategorie von direkten Berührungsreliquien, die zu Lebzeiten den Körper der Heiligen berührt haben. Es handelt sich nicht um eine narrative Reliquie (verbunden mit einem bestimmten Wunder oder Ereignis), sondern um eine Reliquie der Gegenwart — ein materielles Zeugnis des alltäglichen, asketischen und geweihten Lebens, das Klara innerhalb der Klausur von Assisi führte.

Die florale Fassung, die sie umgibt, verstärkt diese symbolische Lesart: Die mystische Blume verweist auf die geweihte Seele, die in der Armut zur Blüte gelangt — ein zentrales Thema der klarissischen Spiritualität.

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