WISSENSCHAFTLICHER & METAPSYCHISCHER OKKULTISMUS — SPANISCHE OKKULTE ABHANDLUNG, 1924
WISSENSCHAFTLICHER & METAPSYCHISCHER OKKULTISMUS — SPANISCHE OKKULTE ABHANDLUNG, 1924
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PRÁCTICAS CIENTÍFICAS DE OCULTISMO
oder
Las Ciencias ocultas reveladas por la Metapsíquica
José Poch Noguer – Madrid, 1924
Veröffentlicht in Madrid im Jahr 1924 gehört Prácticas Científicas de Ocultismo zu jener Generation ungewöhnlicher Werke, die sich an der beweglichen Grenze zwischen experimenteller Wissenschaft, Spiritismus und operativem Esoterismus befinden. Weit entfernt von einer bloß spekulativen Abhandlung präsentiert sich das Buch als der Versuch einer methodischen Enthüllung unsichtbarer Kräfte, die hinter der Materie wirken, in einer Sprache, die demonstrative Strenge mit der Faszination für das Unerklärliche verbindet.
Sein Autor, José Poch Noguer, verortet seine Ausführungen im europäischen metapsychischen Denken — einer heute verschwundenen Disziplin, die beanspruchte, die Manifestationen des Unsichtbaren wissenschaftlich zu untersuchen: Medialität, Materialisationen, Apporte von Gegenständen, Levitationen, mentale Übertragungen, automatisches Schreiben oder Phänomene tiefer Trance. Hinter dem rationalen Anschein taucht das Werk jedoch vollständig in die Welt der okkulten Wissenschaften ein, die es weniger zu entmystifizieren als vielmehr als ein Feld realer, noch unverstandener Kräfte zu offenbaren sucht.
Das Buch entwickelt die Vorstellung einer Zwischenwelt, unsichtbar, aber wirksam, zugänglich für bestimmte Individuen mit latenten Fähigkeiten. Medien erscheinen darin als Durchgangsinstrumente, fähig, physische Manifestationen, Objektbewegungen, ektoplasmatische Formationen oder partielle Materialisationen hervorzurufen. Okkultismus wird nicht als folkloristischer Glaube behandelt, sondern als eine psychische Technologie, die auf noch unbekannten, jedoch als wirksam angenommenen Gesetzen beruht.
Die Ikonographie verstärkt diese Dimension auf eindrucksvolle Weise. Die Stiche zeigen spiritistische Sitzungen, experimentelle Vorrichtungen, Erscheinungsfiguren, Szenen der Levitation oder leuchtende Manifestationen. Ihre Ästhetik schwankt zwischen wissenschaftlichem Schema und medialer Vision und schafft eine beunruhigende Atmosphäre, in der Labor und okkultes Kabinett zu verschmelzen scheinen. Diese Bildwelt, sehr charakteristisch für das okkulte Revival zu Beginn des 20. Jahrhunderts, stellt heute einen der meistgesuchten Aspekte des Bandes dar.
Diese Art von Werk zeugt von einem Moment, in dem der gelehrte Westen versuchte, den Esoterismus rational zu erforschen, ohne jedoch mit seinen spiritistischen und hermetischen Wurzeln zu brechen. Es steht im selben intellektuellen Klima wie die Gesellschaften für psychische Forschung, die europäischen spiritistischen Kreise und die ersten Versuche einer wissenschaftlichen Klassifikation des Paranormalen.
Das vorliegende Exemplar bewahrt seine materielle Präsenz vollständig. Der goldgeprägte verlegerische Leineneinband zeigt eine gleichmäßige alte Patina mit Gebrauchsspuren. Das Papier ist gleichmäßig vergilbt, mit altersentsprechenden Stockflecken. Die Ikonographie ist vollständig. Der Einband ist sehr leicht vom Buchblock gelöst — ein geringfügiger, häufiger Mangel — ohne wesentliche strukturelle Schwäche; der Band bleibt fest und gut handhabbar.
Zahlreiche Abbildungen im Text. 504 Seiten. Madrider Originalausgabe, Casa Editorial Orrier, 1924.
Format : Oktav
Maße : ca. 20 × 13 cm
Size : ca. 7.9" × 5.1"
Sprache : Spanisch
Datierung : 1924
Einband : Originaler verlegerischer Leineneinband mit Druckprägung
