TREPANIERTER MENSCHLICHER SCHÄDEL – ALTES ANATOMISCHES PRÄPARAT
TREPANIERTER MENSCHLICHER SCHÄDEL – ALTES ANATOMISCHES PRÄPARAT
Kostenloser Versand – schnelle und sichere Lieferung.
ref: #RK00-976Verfügbarkeit für Abholungen konnte nicht geladen werden
Menschlicher Schädel mit Trepanation und Anzeichen knöchernen Umbaus
Altes anatomisches oder Lehrpräparat
Vermutlich Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts
Menschlicher Schädel mit Unterkiefer, ehemals präpariert und montiert, vermutlich zu anatomischen, medizinischen oder pädagogischen Zwecken.
Der Schädel wurde sorgfältig über den gesamten Umfang aufgesägt, um eine abnehmbare Schädelkalotte zu schaffen und so die Betrachtung der Schädelhöhle zu ermöglichen. Mehrere kleine künstliche Bohrungen sowie Spuren ehemaliger Befestigungsvorrichtungen sind ebenfalls sichtbar. Sie zeugen von einer früheren anatomischen Montage des Präparats, die insbesondere dazu diente, den Unterkiefer zu befestigen und beweglich anzubringen; dieser ist heute vom Schädel getrennt.
Besonders auffällig ist im oberen Bereich des Schädeldachs eine Trepanationsöffnung von annähernd kreisförmiger Form. Die Untersuchung ihrer Ränder zeigt ein abgerundetes und umgestaltetes Erscheinungsbild, das mit einem Heilungsprozess und knöchernem Umbau vereinbar ist. Diese Merkmale deuten darauf hin, dass die Trepanation zu Lebzeiten des Individuums durchgeführt worden sein könnte und dieses nach dem Eingriff lange genug überlebte, um die Entwicklung einer knöchernen Reaktion rund um die Öffnung zu ermöglichen.
Diese pathologische oder chirurgische Besonderheit könnte Anlass dafür gewesen sein, den Schädel aufzubewahren und später in ein medizinisches oder anatomisches Studienpräparat umzuwandeln.
Der Schädel weist darüber hinaus verschiedene alte Beschriftungen sowie Inventar- oder Studienmarkierungen auf, die noch teilweise sichtbar sind. Das Gebiss ist unvollständig und weist mehrere ältere Zahnverluste auf. Einige Metallelemente und Befestigungsspuren der früheren Montage sind noch vorhanden.
Erhaltungszustand: guter Allgemeinzustand. Abnehmbare, ehemals aufgesägte Schädelkalotte. Unterkiefer ursprünglich beweglich befestigt. Gebiss teilweise erhalten, mit Fehlstellen. Spuren, Bohrungen und Überreste einer früheren anatomischen Montage. Alte Markierungen und Beschriftungen. Alters- und gebrauchsbedingte Abnutzungen und Veränderungen entsprechend der wissenschaftlichen Verwendung des Präparats.
Vorgeschlagene Datierung der Präparation: Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts.
