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RELIQUIE DER HEILIGEN APOLLONIA

RELIQUIE DER HEILIGEN APOLLONIA

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ref: #RK00-955

Seltenes ovales Reliquiar aus versilberter Bronze mit Glasfront, das eine Reliquie der heiligen Apollonia enthält. Die Reliquie befindet sich im Zentrum einer besonders raffinierten Komposition, gestaltet auf einem prächtigen moirierten grünen Seidenhintergrund, dessen tiefe Reflexe die gesamte innere Gestaltung hervorheben.

Um die Reliquie entfaltet sich eine spektakuläre strahlenförmige Glorie aus feinen vergoldeten Strahlen, die ausgeschnitten und fächerförmig angeordnet sind und einen kraftvollen Lichteffekt erzeugen. Zarte Ornamente aus ausgeschnittenem Goldpapier rahmen die Reliquie mit einem eleganten symmetrischen Dekor barocker Inspiration ein, während die innere Metallbordüre eine schimmernde Krone bildet, welche die Kostbarkeit des Ensembles zusätzlich betont.

Das alte handschriftliche Etikett identifiziert die Reliquie eindeutig:

„S. Appolloniae V. M.“
Sanctae Apolloniae Virginis et Martyris
Übersetzung: Heilige Apollonia, Jungfrau und Märtyrin

Die Feinheit des Dekors, die Harmonie der Farben und die Qualität der klösterlichen Handwerkskunst verleihen diesem Reliquiar eine bemerkenswerte visuelle Präsenz, typisch für kostbare religiöse Arbeiten des 18. Jahrhunderts.

Guter gebrauchter Zustand mit originalem Glas.
Nicht geöffnet.
Kirchliches Siegel und Seidenfäden vorhanden.

EPOCHE: 18. Jahrhundert
ABMESSUNGEN: 5 cm × 4 cm
GRÖSSE: 2" × 1.6"

Heilige Apollonia war eine christliche Märtyrin aus Alexandria im 3. Jahrhundert. Der Überlieferung nach erlitt sie während der Christenverfolgungen schreckliche Folterungen, bevor sie zum Scheiterhaufen verurteilt wurde. Sie weigerte sich, ihrem Glauben abzuschwören, und warf sich selbst in die Flammen.

Wegen der Folterungen an ihrem Gebiss wurde sie zur Schutzheiligen gegen Zahnschmerzen und zur Patronin der Zahnärzte. Ihr Kult war in ganz christlichen Europa außerordentlich beliebt, besonders vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert, als ihre Reliquien in Klöstern, Kapellen und religiösen Sammlungen weithin verehrt wurden.

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