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RELIQUIAR DES GRABES DER JUNGFRAU

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RELIQUIAR DES GRABES DER JUNGFRAU

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ref: #RK00-919

Seltenes Reliquiar aus dem 19. Jahrhundert aus vergoldeter Bronze, mit verglaster Front, das eine kostbare marianische Reliquie bewahrt, die durch ein handschriftliches Kartuschenetikett identifiziert ist.

Die Reliquie ist im Zentrum einer schlichten, aber zutiefst symbolischen Anordnung platziert, befestigt auf einem Hintergrund aus rotem liturgischem Stoff — Farbe des Opfers, aber auch der göttlichen Liebe und des marianischen Mitgefühls — und in eine ovale Fassung eingelassen.

Das originale Etikett trägt die Inschrift:

„Sepul. B. V. M.“

Sepulchrum Beatae Virginis Mariae
Übersetzung : Vom Grab der seligen Jungfrau Maria

Das Reliquiar besitzt die klassische runde Form privater Andacht und ist mit seinem oberen Aufhängering versehen. Die Bronzehalterung zeigt eine gleichmäßige alte Patina, während das Glas eine intakte textile Montage schützt. Der rote Hintergrund, leicht vom Alter gezeichnet, bezeugt die Zeitstellung des Stücks, ohne die Lesbarkeit oder die spirituelle Präsenz des Ensembles zu beeinträchtigen.

Die Reliquie selbst erscheint in Form eines winzigen erdigen oder mineralischen Fragments, eingefasst in eine ovale Papierfassung, typisch für Montierungen von Reliquien heiliger Stätten.

Guter gebrauchter Zustand mit originalem Glas.
Nicht geöffnet.
Kirchliches Siegel und Seidenfäden vorhanden.

EPOCHE : 18. Jahrhundert
DIMENSION : 3 cm × 2,5 cm
SIZE : 1,2" × 1"

Die sogenannten Reliquien des Grabes der Jungfrau gehören zu einer sehr besonderen Kategorie von Reliquien heiliger Stätten, die eng mit der sakralen Topographie Jerusalems verbunden sind. Das seit den ersten Jahrhunderten des Christentums verehrte Mariengrab im Kidrontal — am Fuß des Ölbergs — wurde sehr früh als Ort der Dormitio und später der Aufnahme Mariens in den Himmel identifiziert. Die entnommenen Fragmente — Staub, Steinsplitter, Erdpartikel — wurden äußerst sparsam verteilt, meist durch orientalische Gemeinschaften, kirchliche Pilger oder klösterliche Netzwerke, die mit den Heiligen Stätten verbunden waren. Im Gegensatz zu marianischen Körperreliquien, die aufgrund des Dogmas der Aufnahme Mariens nahezu nicht existieren, zählen diese Grabreliquien zu den seltenen materiellen Zeugnissen, die mit dem Ende des irdischen Lebens der Jungfrau verbunden sind. Ihr Andachtswert beruht gerade auf dieser Abwesenheit des Leibes: Das Grab wird zum Zeichen der Verherrlichung, und die Materie des Ortes, erfüllt von sakraler Erinnerung, wird als stiller Zeuge des Übergangs Mariens von der Erde zum Himmel wahrgenommen. So bedeutet der Besitz einer Reliquie des Grabes symbolisch, ein Fragment der Schwelle der Aufnahme Mariens zu besitzen.

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