RELIQUIAR DER HEILIGEN ELISABETH VON UNGARN
RELIQUIAR DER HEILIGEN ELISABETH VON UNGARN
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Seltenes Reliquiar des 18. Jahrhunderts aus Silber mit Glasfront, das eine Reliquie der heiligen Elisabeth von Ungarn enthält.
Dieses kreisförmige Reliquiar weist eine Fassung aus altem Silber auf, heute stark patiniert, deren Rand von einer Krause aus gefältelten Drahtornamenten umgeben ist, die eine strahlenförmige Bordüre bilden, typisch für barocke klösterliche Montierungen des 18. Jahrhunderts.
Die verglaste Vorderseite schützt eine innere Komposition mit symmetrischem Dekor aus vergoldeten Ranken. Der Hintergrund besteht aus einem tiefroten Textil, einer liturgischen Farbe, die mit opferbereiter Nächstenliebe und geistlicher Königswürde verbunden ist. Zwei seitliche, blau getönte Felder rahmen das zentrale Oval ein und schaffen einen reichen Farbkontrast, typisch für Montierungen des 18. Jahrhunderts.
Im Zentrum präsentiert sich die Reliquie in Form eines hellen Knochenfragments, befestigt in einem ovalen Medaillon, eingefasst von strahlenförmig angeordneten, versilberten Metalldrähten.
Sie ist durch ein handschriftliches Etikett identifiziert:
“S. Elisab. Hung. R.”
→ Sanctae Elisabethae Hungariae Reginae
Übersetzung : Von der heiligen Elisabeth von Ungarn, Königin
Es handelt sich um eine Reliquie der heiligen Elisabeth von Ungarn (1207–1231), Prinzessin, die zur franziskanischen Tertiärin wurde, eine bedeutende Gestalt der mittelalterlichen christlichen Nächstenliebe.
Guter gebrauchter Zustand mit originalem Glas.
Nicht geöffnet.
Kirchliches Siegel und Seidenfäden vorhanden.
EPOCHE : 18. Jahrhundert
DIMENSION : 3 cm × 2,5 cm
SIZE : 1,2" × 1"
Die Präsenz einer Reliquie der heiligen Elisabeth von Ungarn verankert dieses Reliquiar in der devotionalen Tradition der großen mittelalterlichen königlichen Heiligen. Als Tochter von König Andreas II. von Ungarn und Ehefrau des Landgrafen von Thüringen verzichtete Elisabeth auf den Glanz des Hofes, um ein Leben in Armut und Dienst zu führen, wobei sie ihr Vermögen und ihre Energie den Kranken, den Leprakranken und den Bedürftigen widmete.
Ihre Gestalt verkörpert eine seltene geistliche Synthese: die einer durch evangelische Demut verwandelten Königswürde. Als Königin durch Geburt und Dienerin aus Berufung wurde sie im 13. Jahrhundert zu einem der kraftvollsten Modelle tätiger christlicher Nächstenliebe. Ihre Nähe zur franziskanischen Spiritualität, deren Regel sie als Tertiärin annahm, trug zur Verbreitung ihres Kultes in ganz Europa bei.
Historisch gesehen begleitete die Verbreitung ihrer Reliquien die Entwicklung von Hospitalwerken und karitativen Bruderschaften unter ihrem Patronat. Die in Reliquiaren des 18. Jahrhunderts aufbewahrten Fragmente zeugen von dieser dauerhaften Frömmigkeit, die besonders in klösterlichen und aristokratischen Kreisen lebendig blieb.
