RELIQUIAR AUS VERGOLDETEM HOLZ MIT HAUPTRELIQUIEN
RELIQUIAR AUS VERGOLDETEM HOLZ MIT HAUPTRELIQUIEN
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Neugotisches Reliquiar aus geschnitztem und vergoldetem Holz in architektonischer Form, ruhend auf vier Kugelfüßen. Das Ensemble imitiert eine Kapelle oder ein Miniaturziborium, mit schlanken Stützen, die durch Spitzbogenarkaden verbunden sind, und verglasten Wänden auf jeder Seite, die die Betrachtung der Reliquien ermöglichen. Das Innere der Bögen ist blau bemalt – ein Detail der Polychromie, das an das Himmelsgewölbe erinnert und die Idee eines kleinen Heiligtums verstärkt, das sich zum Himmel öffnet. Das pyramidale Dach ist mit einem Schuppendekor verziert und erhebt sich zu einer zentralen Kreuzblume, um die sich vier fein geschnitzte Engelsköpfe mit Flügeln gruppieren. Diese Engelsfiguren bilden eine schützende Krone an der Spitze des Reliquiars: Sie symbolisieren zugleich die Schutzengel, die über die Reliquien wachen, die himmlische Liturgie, die ständig das heilige Geheimnis umgibt, und – durch ihre Zahl – eine mögliche Anspielung auf die vier Evangelisten, die Säulen des christlichen Glaubens.
Die Architektur des Reliquiars überträgt im kleinen Maßstab die Sprache der großen gotischen Kathedralen: vertikale Erhebung, mit Blau hervorgehobene Spitzbogengewölbe wie ein innerer Himmel, Licht, das durch die Scheiben dringt, und die Hervorhebung der heiligen Schätze. Es präsentiert sich somit als eine wahre Kathedrale en miniature, die in reduzierter Form die Rolle der Kirche als Hüterin der Reliquien und Vermittlerin zwischen Himmel und Erde verdichtet.
Die vier verglasten Seiten schützen und heben eine Anordnung von Reliquien hervor, die auf einer Unterlage aus weißer Seide angebracht ist, reich verziert mit Borten und Stickereien aus goldenem Metallfaden. Die Reliquien sind in kreisförmige Medaillons eingefasst, die von dekorativen Strahlenkränzen umgeben sind, mit handschriftlichen Etiketten aus der Zeit, die die verehrten Heiligen und Objekte identifizieren.
Man erkennt insbesondere:
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Reliquie des Wahren Kreuzes
Fragment des Holzes des Kreuzes, an dem Christus gekreuzigt wurde. Sie stellt die erhabenste Reliquie der Christenheit dar, unmittelbar verbunden mit dem zentralen Erlösungsakt des Glaubens. -
Reliquie des Schleiers der seligen Jungfrau Maria (Ex Velo B.V.M.)
Teil, der mit dem Schleier der Gottesmutter in Verbindung steht, einem seit der christlichen Antike verehrten Objekt. Er verweist auf die intime Nähe Mariens zum Geheimnis der Inkarnation und auf ihre Rolle als Beschützerin der Gläubigen. -
Reliquie des Grabes der Jungfrau Maria (Ex Sepulcro B.V.M.)
Fragment, das von dem Ort stammt, der traditionell mit der Grablegung der Jungfrau in Verbindung gebracht wird. Diese Reliquie, verbunden mit der Dormition und der Aufnahme Mariens, erinnert an die leibliche Verherrlichung Mariens und ihre Erhöhung zu Christus. -
Der hl. Franz von Sales (S. Franc. Salesii)
Bischof von Genf und Kirchenlehrer (1567–1622). Seine Anwesenheit in diesem Reliquiar unterstreicht die Bedeutung der salesianischen Spiritualität, geprägt von evangelischer Sanftmut und geistlicher Führung, die allen Lebensständen angepasst ist. -
Der hl. Aloysius von Gonzaga (S. Aloysii Gonz.)
Junger italienischer Jesuit (1568–1591), heiliggesprochen wegen seiner Reinheit und Hingabe. Beschützer der Jugend, er verkörpert die völlige Weihe an Gott und die Heiligkeit, die im kurzen irdischen Leben verwirklicht wurde. -
Die hl. Germaine Cousin von Pibrac (S. Germaine)
Französische Schäferin (1579–1601), Symbol der Heiligkeit in Demut und Armut. Im 19. Jahrhundert heiliggesprochen, wurde sie zu einer der populärsten Gestalten der ländlichen Frömmigkeit und Volksfrömmigkeit. -
Papst Gregor VI. (S. Gregorii PP. VI)
Römischer Pontifex, Papst von 1045 bis 1046, gestorben 1048, Vertreter der Autorität des Stuhles Petri und der apostolischen Kontinuität der Kirche. Seine Anwesenheit im Reliquiar erinnert an die Rolle des Papsttums als Garant für Einheit und Tradition des katholischen Glaubens.
Guter Erhaltungszustand mit den originalen Gläsern.
EPOCHE : 19. Jahrhundert
DIMENSION : 34 cm X 22 cm
GRÖSSE : 13,4" X 8,7"
Dieses vergoldete Holzreliquiar aus dem 19. Jahrhundert bewahrt ein Ensemble von Reliquien von seltener geistlicher Fülle. Im Zentrum der Komposition befinden sich drei sogenannte Hauptreliquien: ein Fragment des Wahren Kreuzes, direkter Zeuge der Passion Christi, ein Teil des Schleiers der Jungfrau Maria, Symbol ihrer göttlichen Mutterschaft und ihrer Nähe zur Inkarnation, sowie ein Fragment des Grabes der Jungfrau, verbunden mit ihrem Entschlafen und ihrer Aufnahme in den Himmel. Das gleichzeitige Vorhandensein dieser marianischen und christologischen Reliquien macht dieses Reliquiar zu einem Objekt der Andacht von besonderer Intensität, das den Gläubigen vor die Grundpfeiler des christlichen Geheimnisses stellt.
Um diesen heiligen Kern gruppieren sich mehrere Heilige, die die spirituelle Bedeutung des Ganzen vervollständigen. Der hl. Franz von Sales, Bischof und Kirchenlehrer, verkörpert die Kraft des Wortes und der geistlichen Führung. Der hl. Aloysius von Gonzaga, ein jung verstorbener Jesuit, bietet das Vorbild der Reinheit und der Jugend, die Gott geweiht ist. Die hl. Germaine Cousin von Pibrac, eine demütige französische Schäferin, bezeugt die Heiligkeit der Ärmsten und Einfachsten – ein Beweis dafür, dass die göttliche Gnade alle sozialen Bedingungen umfasst. Schließlich verkörpert Papst Gregor VI. die Autorität und die Kontinuität der Kirche und erinnert daran, dass Heiligkeit auch im petrinischen Amt Ausdruck findet.
Die Zusammenstellung dieser Reliquien drückt eine wahre Theologie in Handlung aus: Im Zentrum die materiellen Zeugen des Heils und der Verherrlichung Mariens; darum eine Konstellation von Heiligen, die die Vielfalt der Wege christlicher Vollkommenheit verkörpern – der Bischof und Lehrer, der Papst, der Ordensmann, die Gott geweihte Jugend und die geheiligte Schäferin. Durch diese Kombination bietet das Reliquiar dem Gläubigen ein vollständiges Panorama der Heiligkeit – von den Fundamenten des Glaubens bis zu seinen vielfältigsten Ausdrucksformen in der Geschichte der Kirche.
