MITTELALTERLICHES SCHUTZAMULETT – 12.–13. JAHRHUNDERT
MITTELALTERLICHES SCHUTZAMULETT – 12.–13. JAHRHUNDERT
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Seltene mittelalterliche Hohl-Amulettkapsel aus Bronze, gefertigt aus einem einzigen gehämmerten Blech, geformt, auf sich selbst zurückgefaltet und durch Vernietung verschlossen. Datiert in das 12.–13. Jahrhundert hat dieses Amulett nahezu neun Jahrhunderte Geschichte überdauert, was es zu einem alten Schutzobjekt nahe dem Jahrtausendalter macht.
Die Aufhängung wird durch die bewusst offen gelassene Faltung des Bronzeblechs gewährleistet, die das Durchziehen eines Lederbandes oder einer Kordel ermöglicht. Diese archaische und funktionale Tragevorrichtung ist charakteristisch für mittelalterliche Schutzobjekte, die dazu bestimmt waren, diskret am Körper getragen zu werden, oftmals unter der Kleidung.
Die hohle und gewölbte Struktur des Objekts belegt eindeutig seine Funktion als Behältnis. Dieser Amuletttyp, allgemein als Phylakterium bezeichnet, enthielt ursprünglich einen schützenden Inhalt: Reliquien, symbolische Fragmente oder protektive Substanzen. Diese Objekte gehörten zu einer Spiritualität des Schutzes, die tief im mittelalterlichen Alltag verwurzelt war.
In einem von Epidemien, Pestzügen, Kriegen, Hungersnöten und permanenter Unsicherheit geprägten Kontext wurde ein solcher Phylakter als geistlicher Schutzwall gegen Krankheit und Tod, gegen Seuchen (insbesondere die großen mittelalterlichen Pestepidemien), gegen die Gefahren der Reise sowie gegen bösartige Einflüsse und als feindlich wahrgenommene Kräfte getragen.
Diese Schutzamulette wurden sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern verwendet, von Reisenden, Kranken oder im Sinne der Bewahrung von Körper und Seele. Sie konnten ihren Träger auch in einem funerären Kontext begleiten und ihre Schutzfunktion über das Leben hinaus verlängern.
Die Herstellungstechnik — dünnes gehämmertes Blech, gefaltet und vernietet, mit integrierter Öse — ist typisch für mittelalterliche Produktionen des 12. und 13. Jahrhunderts, noch vor der Verbreitung gegossener figürlicher religiöser Medaillen. Die stabile alte Patina mit grünen und braunen Nuancen ist vollkommen kohärent mit einer langen Alterungsentwicklung von Bronze in historischem Kontext.
Hohle mittelalterliche Phylakterien dieses Typs, in ihrer Struktur intakt, mit erhaltenem Aufhängungssystem und ohne moderne Veränderungen, sind heute selten. Ihr diskreter Charakter und ihr alltäglicher Gebrauch erklären ihre geringe Überlieferungsrate, was diesem Exemplar ein besonderes historisches und spirituelles Interesse verleiht.
Wichtiger Hinweis
Das Objekt wird in seinem alten Zustand präsentiert, ohne Öffnung oder moderne Eingriffe. Der ursprüngliche Inhalt, falls noch vorhanden, wurde nicht untersucht, entsprechend den guten Konservierungspraktiken und dem gebotenen Respekt gegenüber dieser Art von alten Objekten mit spiritueller und schützender Bestimmung.
Dieses Objekt fügt sich vollständig in die Tradition der Wunderkammern ein, in denen sich spiritueller Schutz, Esoterik und seltene Objekte der mittelalterlichen Welt vereinen.
EPOCHE : 12.–13. Jahrhundert
DIMENSION : 3 cm
GRÖSSE : 1.2"
