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LITURGISCHES TEXTIL FÜR TOTENOFFIZIEN – 19. JAHRHUNDERT

LITURGISCHES TEXTIL FÜR TOTENOFFIZIEN – 19. JAHRHUNDERT

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ref: #RK00-863

Seltenes und beeindruckendes funeräres Altartuch aus schwarzem Satin, reich verziert mit einem großen zentralen Kreuz aus goldenem Metallfaden gestickt, umgeben von einem durchgehenden, bestickten Rahmen mit stilisierten pflanzlichen Motiven. Diese Art von Textil war für die Totenoffizien und Requiemmessen bestimmt, als Schwarz die liturgische Farbe der christlichen Trauer war.

Der schwarze Satin mit seiner subtil schimmernden Oberfläche verleiht dem Ensemble eine tiefe Feierlichkeit und eine besonders starke visuelle Präsenz. Das zentrale Kreuz, von großer Dimension und fein ausgeführt, hebt sich mit Autorität vom dunklen Grund ab und symbolisiert zugleich den Tod, das Gebet für die Verstorbenen und die Hoffnung auf die Auferstehung.

Der gesamte Rand wird von einer breiten, in Goldfaden gestickten Bordüre betont, sorgfältig gearbeitet und typisch für die kirchlichen funerären Paramente des 19. Jahrhunderts. Das Textil weist alte Falten und Wellen auf – natürliche Spuren eines tatsächlichen liturgischen Gebrauchs auf dem Altar –, die seine Authentizität und seinen historischen Charakter unterstreichen.

Diese Art von schwarzem Altartuch, heute vollständig aus der modernen Liturgie verschwunden, war einst bei Begräbniszeremonien unverzichtbar. Erhaltene Exemplare sind selten geworden, insbesondere in einem so imposanten Format und mit einer noch so gut lesbaren und dekorativen Metallstickerei.

Ein erlesenes Stück für Sammler liturgischer Textilien, Liebhaber der religiösen Trauerkunst oder für Kenner von Objekten, die mit den alten christlichen Trauerriten verbunden sind.

EPOCHE : 19. Jahrhundert
ABMESSUNGEN
: 56 cm × 56 cm
SIZE
: 22" × 22"

Direkt auf dem Altar platziert, trug dieses quadratische Tuch während der Konsekration die Patene und den Kelch. Seine symbolische Bedeutung war stark: Es erinnerte an das Leichentuch Christi und wurde mit tiefem Respekt behandelt. Bei den Totenoffizien und den Requiemmessen verwendete die Kirche eine spezifische Auswahl an Paramenten, fast immer aus schwarzer Seide oder dunklem Samt gefertigt und mit Silberstickereien veredelt.

Diese schwarze Farbe, die im 20. Jahrhundert aufgegeben wurde, brachte sowohl die Schwere des Todes als auch die christliche Hoffnung auf die Auferstehung zum Ausdruck. Schwarze Korporale, die ausschließlich für das Gebet für die Verstorbenen verwendet wurden, gehören zu den seltensten liturgischen Textilien, da sie nur in begrenzten Stückzahlen hergestellt und nach den modernen Reformen häufig eingelagert wurden.

Zu den funerären Paramenten gehörten schwarze Kaseln, Manipeln, Stolen, Altarantependien und Leichentücher. Zusammen verliehen sie den Trauerzeremonien eine feierliche und zutiefst symbolische Ästhetik. Heute sind diese alten Stücke wegen ihrer dunklen Schönheit, ihrer spirituellen Bedeutung und ihres direkten Bezugs zu den christlichen Trauerritualen sehr begehrt.

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