GROSSES OVALES RELIQUIAR MIT MEHREREN RELIQUIEN
GROSSES OVALES RELIQUIAR MIT MEHREREN RELIQUIEN
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Bedeutendes ovales Reliquiar von großer Dimension, präsentiert in seinem originalen Rahmen aus geschwärztem Holz mit gewölbter Verglasung. Aufgrund seiner Proportionen gehört es zur Kategorie der Reliquiare hoher Andacht, bestimmt zur Aufstellung in einem privaten Oratorium, einer Hauskapelle oder einem klösterlichen Raum.
Die innere Komposition ist um ein zentrales Medaillon organisiert, ein Agnus Dei. Diese Agnus Dei wurden in Rom vom Papst gesegnet und anschließend bei Jubiläen oder pontifikalen Ereignissen verteilt. Seine Anwesenheit verleiht dem Reliquiar eine besondere Schutzdimension, da diese Objekte lange Zeit als apotropäisch galten und vor Krankheiten, Katastrophen oder geistlichen Gefahren schützen sollten.
Um dieses christologische Zentrum entfaltet sich eine reiche ornamentale Architektur, bestehend aus vergoldeten Filigranen, stilisierten vegetabilen Ranken und Applikationen aus feinen Perlen. Der rote Seidenhintergrund, liturgische Farbe des Opfers und des Zeugnisses, hebt visuell jede Reliquie hervor, die in einer jeweils eigenen floralen oder strahlenförmigen Fassung eingefasst ist.
Am oberen Teil der Komposition befindet sich eine Reliquie der Sainte Maison de Lorette, eines verehrten Ortes, der als das Haus der Jungfrau Maria in Nazareth gilt und der Überlieferung nach auf wunderbare Weise übertragen wurde. Die Präsenz dieser architektonischen Reliquie, verbunden mit der Inkarnation, verleiht dem Ensemble eine besondere theologische Tiefe, indem sie die irdische Geburt Christi mit der Gemeinschaft der umliegenden Heiligen verbindet.
Das Reliquiar bildet somit eine wahre geistliche Geographie: gründende Apostel, frühchristliche Märtyrer, tridentinische Reformatoren, Mystiker des Heiligsten Herzens und große Heilige der Nächstenliebe sind hier in einer gemeinsamen Vision der triumphierenden Kirche vereint.
Die Rückseite ist durch eine alte Montage verschlossen, gehalten durch rote Seidenbänder und heraldisch geprägte kirchliche Wachssiegel, die bezeugen, dass das Ensemble seit seiner Entstehung im 19. Jahrhundert versiegelt und ungeöffnet geblieben ist.
Identifizierung der Reliquien
“Sainte Maison de Lorette”
Übersetzung : Reliquie der Heiligen Hauses von Loreto
“Saint André Apôtre”
Übersetzung : Reliquie des heiligen Andreas, Apostel
“S. Innocent. Martyr”
Übersetzung : Reliquie des heiligen Innocent, Märtyrer
“Saint Félix Martyr”
Übersetzung : Reliquie des heiligen Felix, Märtyrer
“Saint Bernard Abbé”
Übersetzung : Reliquie des heiligen Bernhard, Abt
“Sainte Colette Vierge”
Übersetzung : Reliquie der heiligen Colette, Jungfrau
“Sainte Barbe Vierge Mart”
Übersetzung : Reliquie der heiligen Barbara, Jungfrau und Märtyrin
“Bse Marguerite-Marie”
Übersetzung : Reliquie der seligen Marguerite-Marie Alacoque
“Ste Jeanne de Chantal”
Übersetzung : Reliquie der heiligen Jeanne-Françoise de Chantal
“St Charles Borromée”
Übersetzung : Reliquie des heiligen Karl Borromäus
“St Julien Év du Mans”
Übersetzung : Reliquie des heiligen Julian, Bischof von Le Mans
“St François de Sales”
Übersetzung : Reliquie des heiligen Franz von Sales
“Saint Placide Martyr”
Übersetzung : Reliquie des heiligen Placidus, Märtyrer
“Saint Pierre Apôtre”
Übersetzung : Reliquie des heiligen Petrus, Apostel
EPOCHE : 19. Jahrhundert
DIMENSION : 30 cm × 20 cm
SIZE : 11,8" × 7,9"
Die Vereinigung dieser Reliquien in einem einzigen Reliquiar ist nicht das Ergebnis einer einfachen hagiographischen Zusammenstellung, sondern einer durchdachten geistlichen Konstruktion, die darauf abzielt, eine vollständige Vision der Kirche in ihren verschiedenen Dimensionen zu bieten. Im Zentrum verweisen die Sainte Maison de Lorette und das Agnus Dei unmittelbar auf das Mysterium der Inkarnation und der Erlösung, den theologischen Kern, um den sich das Ganze entfaltet. Die Apostel Petrus und Andreas verkörpern das apostolische Fundament, direkte Zeugen Christi und Säulen der entstehenden Kirche. Um sie herum entfalten sich die frühchristlichen Märtyrer — Innocent, Felix, Placidus, Barbara — als Gestalten des höchsten Zeugnisses durch das vergossene Blut. Dieser Kirche der Anfänge entspricht die reformierende und pastorale Kirche mit Bernhard, Borromäus, Franz von Sales und Julian von Le Mans, Vertreter der doktrinären Verteidigung, der moralischen Reform und der Evangelisierung der Völker. Schließlich bringt die Präsenz großer weiblicher Gestalten — Colette, Jeanne de Chantal, Marguerite-Marie — die mystische und kontemplative Dimension ein, verbunden mit der Nächstenliebe, dem klösterlichen Leben und der Spiritualität des Heiligsten Herzens. Das Ganze bildet somit eine wahre materielle Ekklesiologie: Apostel, Märtyrer, Kirchenlehrer und Mystiker vereint um den menschgewordenen Christus, als eine andächtige Synthese, die dazu bestimmt ist, den Gläubigen mit einer vollständigen himmlischen Gemeinschaft zu umgeben.
