DOLCH DER VERDAMMTEN – 19. JAHRHUNDERT
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DOLCH DER VERDAMMTEN – 19. JAHRHUNDERT
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Ritueller Dolch aus Bronze und Stahl, tief geprägt von einer dämonischen Ikonographie. Der Knauf zeigt einen gehörnten Dämon mit ausdrucksvollem, unheilvollem Gesicht, stehend in hieratischer Haltung, Hand auf der Brust, als Wächter oder Mittler zwischen der Welt der Menschen und der der Geister. Die Parierstange, gebildet von zwei einander gegenüberstehenden Schlangen mit geöffneten Mäulern, verkörpert die Dualität des verbotenen Wissens, universelles Symbol für Versuchung und okkulte Macht.
Die Scheide bildet einen wahren Weg zur Hölle: Sie entfaltet eine dramatische Szene, in der Verdammte und Dämonen unentwirrbar in einem aussichtslosen Kampf verstrickt sind. Die nackten Körper, die nach unten stürzen, rufen den Fall der Seelen hervor, umklammert von monströsen und hybriden Kreaturen. Am Ende stellt eine grimassierende Maske mit herausgestreckter Zunge das Höllenmaul dar, verschlingender Schlund, der die Verdammten verschluckt.
Die Klinge, gerade, mit rautenförmigem Querschnitt, zur Spitze hin verjüngt, versehen mit zwei Schneiden, einer Doppelnut und einem Mittelgrat, setzt diese symbolische Sprache fort: Sie kanalisiert die Energie des Objekts, wahres rituelles Instrument zur Begleitung okkulter Praktiken und Zeremonien.
Durch ihre Verzierung illustriert diese Dagger die Konfrontation zwischen höllischen und menschlichen Kräften, zwischen Verdammnis und Macht, und verkörpert die Rolle der Waffe als Vektor des Übergangs, der Dominanz und der Anrufung. Sie erweist sich als ein außergewöhnliches Stück, an der Schnittstelle von Esoterik, Kunst und Ritual.
EPOCHE : XIX Jahrhundert
GESAMTLÄNGE : 24cm / 9.5"
KLINGENLÄNGE : 12cm / 4.7"
Die Ursprünge okkulter Waffen reichen bis zu den ältesten Glaubensvorstellungen der Menschheit zurück. Häufig finden sich bei präkolumbianischen Zivilisationen ebenso wie bei den Shang Ritualmesser aus Feuerstein, Gold oder Jade. Die gallischen Krieger unter Vercingetorix schrieben ihren Schwertern die Macht zu, die Lebenskraft ihrer Opfer durch deren Blut aufzunehmen und sie so in „beseelte“ Objekte zu verwandeln. Im Mittelalter benutzten Hexen den Arthame, ein magisches Messer, um geheimnisvolle Operationen durchzuführen. Die Bedeutung geheimnisvoller Dolche bestand sogar in der Romantik weiter, wo sie bei Initiationsriten geheimer Gesellschaften und bei dunklen Zeremonien schwarzer Messen verwendet wurden, wodurch ihre Rolle bis in unsere Tage erhalten blieb.
