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DÄMONISCHE RITUALSCHALE AUS GESCHNITZTEM HOLZ – SCHWARZWALD

DÄMONISCHE RITUALSCHALE AUS GESCHNITZTEM HOLZ – SCHWARZWALD

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ref: #RK00-883

Seltene und beeindruckende Schale aus geschnitztem Obstholz, aus einem einzigen Block gefertigt, mit einer breiten runden Kufe, einem funktionalen Ausguss und einem Henkel, das Ganze überzogen von einer alten Patina in tiefem, dunklem und dichtem Braun. Das Holz scheint die Zeit, die Handhabungen und die Nächte aufgenommen zu haben und trägt jene besondere Dichte von Objekten, die gelebt haben. Ihr Ursprung ist europäisch, zwischen Frankreich und Deutschland, in der Region des Schwarzwaldes, einem Grenzgebiet aus tiefen Wäldern und isolierten Dörfern, lange geprägt von starken ländlichen Glaubensvorstellungen, die mit dem Teufel verbunden sind.

Der äußere Rand wird von zwei gehörnten dämonischen Köpfen beherrscht, kraftvoll geschnitzt: aufgerichtete Hörner, kantige Züge, starrer Blick. Diese Gesichter, kraftvoll und ohne Ambivalenz, verkörpern eine diabolische Ikonographie, wie man sie in ländlichen Traditionen antrifft, in denen die Figur des Teufels kein dekoratives Motiv ist, sondern eine Kraft, eine Realität.

Form und Abnutzung lassen auf einen alten Gebrauch schließen, möglicherweise für Libationen, Opfergaben oder rituelle Getränke. Der Ausguss unterstreicht diese Funktion des Übergangs einer Flüssigkeit, und das ausgehöhlte Innere trägt Spuren von Werkzeugen, Reibungen und Ablagerungen. Die Schale ist zweifellos von Hand zu Hand gegangen, in bestimmten, geschlossenen, vielleicht nächtlichen Kontexten. Die Flüssigkeit floss durch den dunklen Schlund der Kufe, unter dem Blick der beiden Holzdämonen.

Diese Art antiker Schale ist äußerst selten im Handel. Diese rituellen Objekte erscheinen nur in sehr seltenen Gelegenheiten auf dem Markt, die meisten werden in Privatsammlungen aufbewahrt. Vergleichbare Stücke lassen sich an einer Hand abzählen, und es ist unwahrscheinlich, einer weiteren mit dieser Präsenz und dieser Patina zu begegnen.

Durch ihre Natur und Symbolik fügt sich dieses Objekt vollständig in die Tradition der Wunderkammer ein.

EPOCHE : Ende 18. Jh. / Anfang 19. Jh.
ABMESSUNGEN : 21 cm × 5 cm
GRÖSSE : 7.9" × 2"

In vielen Traditionen teilen rituelle Schalen eine sehr ähnliche Rolle wie Kelche. Das Prinzip ist dasselbe: eine mit Bedeutung aufgeladene Flüssigkeit zu enthalten, zu präsentieren und zu übermitteln, sei sie heilig, symbolisch oder einfach dazu bestimmt, die Teilnehmer zu vereinen. Der christliche Kelch erhebt den Wein, macht ihn sichtbar und zentral, auf dieselbe Weise, wie gewisse rituelle Schalen die Gegenwart einer Kraft oder einer Absicht sichtbar machen sollten. Der Übergang des Trankes – trinken, teilen oder ausgießen – bildet einen Akt der Kommunion, eine Verbindung des Menschen mit dem, was ihn übersteigt. In beiden Fällen ist das Gefäß niemals neutral: Es materialisiert die Geste, es trägt die Aufmerksamkeit und prägt das Ritual im Gedächtnis ein. Kirchenkelche und Schalen unterirdischer Zeremonien stehen sich in ihrer Doktrin gegenüber, treffen sich jedoch in der Vorstellung, dass die enthaltene Flüssigkeit durch die heilige Form des Gefäßes zu einem Vektor zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem wird.

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