BARFÜSSIGE EINSAME ORDENSFRAU – ORIGINALSTICH DES 18. JAHRHUNDERTS
BARFÜSSIGE EINSAME ORDENSFRAU – ORIGINALSTICH DES 18. JAHRHUNDERTS
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Barfüßige Ordensfrau der Reform des heiligen Petrus von Alcántara
Originale Radierung, von Hand mit Aquarell koloriert
Frankreich, um 1780–1790
Maße: 41 cm × 26 cm
Größe : 16,2" × 10,2"
Zustand: ausgezeichnet – unversehrte Ränder, zeitgenössisches Büttenpapier, sichtbare Kupferplattenspuren
Erstaunliche und verstörende Darstellung einer barfüßigen Ordensfrau aus der Reform des heiligen Petrus von Alcántara, eines der strengsten und zugleich verborgensten Orden der frühen Neuzeit.
Die Schwester, von hinten gesehen, mit gesenktem Schleier, scheint sich ins Nichts zurückzuziehen.
Kein Gesicht, keine Geste, kein Dekor: nur ein menschlicher Schatten, reglos, verloren im Halbdunkel der Kontemplation.
Diese Radierung von stiller Kraft stellt das vollständige Sich-Auslöschen des Seins vor Gott dar.
Die barfüßigen Ordensfrauen lebten eingeschlossen in kahlen Zellen, gingen barfuß über den kalten Stein, sprachen nur mit Gott und nährten sich allein vom Gebet.
Ihre Existenz war eine Liturgie des Verschwindens: Sie löschten sich aus der Welt aus, um sich umso mehr im Gebet und in der Buße zu verzehren.
Ihr grobes, schmuckloses braunes Gewand symbolisierte die Erde — ihr lebendiges Grab.
Bei Bar wird die Askese zur Vision: Diese von hinten gesehene, gesichtslose Gestalt verkörpert zugleich die Mystik der Entsagung und den Schrecken der geistlichen Auslöschung.
Es ist ein beinahe gespenstisches Bild, in dem Heiligkeit und Tod ineinander übergehen.
Originale Radierung, von Hand mit Aquarell gehöht, am Ende des 18. Jahrhunderts auf der Handpresse gedruckt.
Die Kupferplattenspuren, die rundum sichtbar sind, bezeugen einen zeitgenössischen Abzug.
Provenienz: private europäische Sammlung.
Ein Werk von bewegender Schlichtheit, an der Schnittstelle von religiöser Kunst, Mystik und Stille.
Ideal für eine Wunderkammer, eine Sammlung sakraler oder makabrer Kunst oder ein monastisches und gotisches Interieur.
Ein Bild, in dem das Verschwinden zur Schönheit wird und der Glaube zur Form des Schattens.
