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ANTI-BISS-HALSRING, 18. JAHRHUNDERT

ANTI-BISS-HALSRING, 18. JAHRHUNDERT

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ref: #RK00-949

Seltener schmiedeeiserner Schutzhalsring mit langen Spitzen aus dem 18. Jahrhundert. Dieses eindrucksvolle Verteidigungsstück wurde entwickelt, um den Hals seines Trägers vor Bissen und direkten Angriffen zu schützen. Die langen, handgeschmiedeten Spitzen, die den gesamten Umfang bedecken, verhinderten jeden wirksamen Griff und verwandelten den Halsring in eine wirkungsvolle Schutzbarriere.

Das Stück besteht aus gebogenen und miteinander vernieteten Eisenplatten, die eine besonders stabile, bewegliche Konstruktion bilden. Jede einzelne Spitze wurde von Hand geschmiedet, wodurch das Objekt einen einzigartigen Charakter und eine beeindruckende Ausstrahlung erhält. Der Wechsel zwischen festen und beweglichen Segmenten gewährleistet sowohl Stabilität als auch eine gute Anpassung an die Halsform und erhöht zugleich die Schutzwirkung.

Das Stück weist eine schöne alte Patina auf, die durch eine gleichmäßige und stabile Oxidation des Eisens geprägt ist. Gebrauchsspuren, die für die Schmiedearbeit typischen Unregelmäßigkeiten sowie die tiefen Farbtöne der Oberfläche zeugen von seinem Alter und seiner Authentizität, während die ausgezeichnete strukturelle Integrität vollständig erhalten geblieben ist.

Halsringe dieser Art wurden im 17. und 18. Jahrhundert in den ländlichen Regionen Europas verwendet, um Wach- und Herdenschutzhunde vor Raubtieren, insbesondere Wölfen, zu schützen. Ihre spektakuläre, mit langen Spitzen besetzte Silhouette erfüllte in erster Linie einen praktischen Zweck, verleiht ihnen heute jedoch zugleich eine bemerkenswerte ästhetische und historische Bedeutung. Da sie heute nur noch selten auf dem Markt zu finden sind, stellen diese Objekte faszinierende Zeugnisse der Schutztechniken für Nutztiere im ländlichen Europa des Ancien Régime dar.

EPOCHE : 18. Jahrhundert

Archäologische Funde belegen die Verwendung von Schutzhalsringen gegen Bissverletzungen bereits seit dem Mittelalter. So wurden auf mittelalterlichen Fundplätzen metallene Halsringe mit nach außen gerichteten Spitzen oder Dornen entdeckt. Diese Halsringe waren in erster Linie für Haustiere, insbesondere Hunde, bestimmt, um sie vor Wolfsangriffen zu schützen. Einige Hinweise deuten jedoch darauf hin, dass auch Menschen solche Halsringe getragen haben könnten – nicht nur zur Verteidigung gegen Wölfe, sondern auch, um sich im Bedarfsfall vor möglichen Begegnungen mit übernatürlichen Wesen zu schützen.

Auch wenn historische und archäologische Belege selten sind, reichen sie aus, um darauf hinzuweisen, dass diese Praxis zumindest in begrenztem Umfang existierte. Die Notwendigkeit, sich vor Raubtieren zu schützen, verbunden mit kulturellen Vorstellungen und Aberglauben, könnte manche Menschen dazu veranlasst haben, derartige Halsringe zu tragen.

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